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Nahezu unbemerkt: Hochhausrückbau innerhalb RCS Einhausung

04. September 2017

Der Abbruch des zentral gelegenen Syngenta-Hochhauses wurde vom unmittelbaren Umfeld kaum wahrgenommen. Innerhalb der RCS Kletterschutzwand wurde Stockwerk für Stockwerk mit Kleingerät abgetragen.
Die an den Gebäudegrundriss angepasste Einhausung sorgte dafür, dass sämtliche Rückbauarbeiten stets sicher – für Arbeiter und Passanten – ausgeführt werden konnten. Dank der dichten Abschottung war trotz laufender Abrissarbeiten von außen nahezu nichts zu sehen und zu hören.
Die PERI Schutzwand umschloss die drei jeweils obersten Hochhausgeschosse und ermöglichte auch in großer Höhe die sichere und effiziente Ausführung aller Arbeitsschritte. Jede Woche kletterten die RCS Schutzwandeinheiten mithilfe des Krans um ein Stockwerk nach unten.
Die RCS Schutzwände kletterten schienengeführt nach unten und waren mittels Kletterschuhen auch während des Klettervorgangs fest mit dem Bauwerk verbunden.

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04. September 2017
Basel, Schweiz
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Rückbau Syngenta-Hochhaus, Basel, Schweiz

Das Schweizer Agrarunternehmen Syngenta baut seinen Hauptsitz im Zentrum von Basel komplett um. Hierfür musste ein 54 m hohes Hochhaus weichen. Durch die Position des Gebäudes, direkt angrenzend zum Firmencampus sowie in unmittelbarer Nähe zur stark frequentierten Schwarzwaldallee und dem Badischen Bahnhof, kam ein Abriss mit großen Abbruchbaggern nicht infrage. Die PERI Ingenieure erarbeiteten zusammen mit der ausführenden Bauunternehmung ERNE AG ein Konzept auf Basis des RCS Schienenklettersystems, das einen sicheren und effizienten Rückbau innerhalb einer umlaufenden Einhausung erlaubte.

Die Urbanisierung sorgt für immer größeren Platzbedarf in den Städten. Wenn die Fläche allerdings knapp wird, kann oft nur noch nach oben gebaut werden. Die Hochhäuser stehen mitunter im Abstand von wenigen Metern dicht an dicht nebeneinander. Das führt zwar zu teilweise weltbekannten Skylines, ein späterer Abriss ist dadurch allerdings ungleich komplizierter als bei einzeln stehenden Gebäuden. Die Bauwerke müssen Stück für Stück rückgebaut werden, dabei wird jedes Stockwerk einzeln abgetragen.

Sicherheit für alle Beteiligten

Um die beim Abriss des Syngenta-Hochhauses entstehenden Emissionen so gering wie möglich zu halten und Schäden an umliegenden Bauten zu vermeiden, griff die ERNE AG auf die PERI Einhausungsvariante mithilfe der RCS Kletterschutzwand zurück. Dank dieser konnte das Hochhaus im Basler Stadtzentrum äußerst unspektakulär verschwinden: Trotz kontinuierlicher Abbrucharbeiten und wöchentlichem Rückklettern von Stockwerk zu Stockwerk wurde dies auch im unmittelbaren Umfeld kaum wahrgenommen.

Bereits in der Submissionsphase arbeiteten die Projektverantwortlichen zusammen mit einem PERI Ingenieurteam aus der Schweiz und Deutschland eine detaillierte Variante aus, welche das Umfeld und die eigenen Mitarbeiter bestmöglich vor den Abbruchemissionen schützte. Dabei wurde besonderer Wert auf die sichere Ausführung aller Arbeitsschritte gelegt. Die entwickelte Lösung lies zu keinem Zeitpunkt des Bauprozesses zu, dass Arbeiter gefährdet waren oder Baumaterial und Werkzeug herabfallen konnte. Dadurch wurden auch die hohen Sicherheitsvorgaben des Bauherrn konsequent erfüllt und konnten bei regelmäßigen Begehungen stets überzeugen. Realisierbar war dies durch die Verwendung der RCS Kletterschutzwand. Im Takt des Baufortschritts kletterte diese Stockwerk für Stockwerk wöchentlich nach unten und sicherte die Baustelle lückenlos ab. Zudem konnten von den integrierten Arbeitsbühnen aus alle Arbeiten an der Außenfassade sicher ausgeführt werden.

Geschlossene Sache

Die RCS Schutzwandeinheiten konnten an den Gebäudegrundriss und den geplanten Abbruchvorgang des Kunden exakt angepasst werden. Zu Beginn der Baumaßnahme wurden die RCS Kletterbühnen vormontiert als Fachwerke auf die Baustelle geliefert und gemäß den PERI Abbundplänen vor Ort zu Schutzwandeinheiten komplettiert – kompetent unterstützt durch erfahrene PERI Richtmeister.

Das drei Bauwerksetagen abdeckende Einhausungssystem war außenseitig mit Trapezblech geschlossen und verhinderte, dass Schmutz, Staub und Lärm nach außen dringen konnten. Neben der Tatsache, dass dadurch die Abbruchmaßnahmen vom Umfeld kaum wahrgenommen wurden, ließ sich die Einhausung als weithin sichtbare Werbefläche nutzen.

Fest verankert

Die Verankerung der RCS Einheiten am Bestandsgebäude stellte eine Herausforderung dar, da im Gegensatz zu einem Neubau kein Einbetonieren von Kletterkonen für den nächsten Kletterschritt möglich war. Gemeinsam mit den Abrissspezialisten der ERNE AG konnte hierfür eine projektspezifische Lösung erarbeitet werden. Damit ließen sich sowohl die horizontalen als auch die vertikalen Lasten zuverlässig in das Bauwerk ableiten. Die obersten Verankerungen für die Erstmontage ließen sich vom Gebäudedach und dem obersten Regelgeschoss aus erstellen, außenseitig gesichert durch eine Hebebühne. Die weiteren Verankerungen zum Rückklettern ließen sich im wöchentlichen Takt des Rückbaufortschritts von der jeweils untersten Ebene der RCS Kletterschutzwand ausführen. Die Befestigung der Klettereinheiten erfolgte mithilfe von Kletterschuhen des RCS Baukastensystems sowie projektspezifisch an den Bestand angepasster Auflagerelemente.

Rückbau im Wochentakt

Innerhalb der RCS Schutzwandeinhausung erfolgte der kontrollierte und sichere Rückbau des Gebäudes über drei Stockwerke hinweg. Jede Ebene erfüllte ihren eigenen Rückbauvorgang, somit ließen sich unterschiedliche Arbeitsschritte weitestgehend gleichzeitig ausführen. Auf der unteren Ebene wurde die Fassade zurückgebaut und die RCS Kletterschuhe konnten zur Verankerung der RCS Kletterschienen vorbereitend für den nächsten Absenkvorgang montiert werden. Zeitgleich erfolgte auf der mittleren Ebene der Abbruch von Fenstern und Dämmungen. Ganz oben übernahmen kleine Abbruchbagger den Rückbau der Stahlbetonstruktur des Gebäudes.

Nach dem vollständigen Abtragen eines kompletten Stockwerks wurden anschließend die Kletterschutzelemente zügig vom Kran um eine Ebene nach unten abgesenkt – schienengeführt und stets mit dem Bauwerk verbunden. Somit konnte auch bei starkem Wind geklettert werden. Diese Methode der Bearbeitung sorgte in Verbindung mit einer vorbereitenden Planung dafür, dass das Hochhaus kontinuierlich im wöchentlichen Rhythmus um ein Stockwerk schrumpfen konnte.

Werkstofftrennung möglich gemacht

Ein wichtiger Vorteil des von der ERNE AG durchgeführten Rückbaus gegenüber einem herkömmlichen Gebäudeabriss mit Großgerät ist die Möglichkeit der kontrollierten Werkstoff- und Schadstofftrennung. So ließen sich die Baustoffe gezielt abtragen, entsorgen oder weiterverwerten. Darüber hinaus ließen sich schadstoffbelastete Bereiche vor Ort innerhalb der Bauwerksgeschosse dekontaminieren, während gleichzeitig in den oberen Etagen die Abrissarbeiten durchgeführt wurden.

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Martina Pankoke 
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